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Greifvögel haben mich schon immer fasziniert. Ich schaue jede Dokumentation im Fernsehen oder lese über diese wundervollen Vögel. Dann wurde im April 2002, in dem Unternehmen wo ich arbeite, zusätzlich eine Waldlehrerinformation mit Greifvogelvorführung eingerichtet. Wir bauten artgerechte Volieren und der Vorführungsplatz wurde vorbereitet.Damit erweiterte der “Wildwald Voßwinkel” sein Angebot für seine Waldbesucher. So entschloß ich mich den Falknerschein zu machen und bestand diesen im März 2002.
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Im April 2002 wölfte unsere Hündin 3,8 Welpen.DieWurfkiste wurde schnell zu klein. Der Zwinger wurde winddicht gemacht und mit Sägespäne und Heu ausgefüllt. Mit drei Wochen zogen die Welpen in den Zwinger.
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Etwa zur gleichen Zeit schlüpfte ein Uhuküken im Wildwald. Das Uhupärchen lebt schon seit vielen Jahren im Wildwald und hatte schon öfter Nachwuchs aufgezogen. Doch diesmal sollte das Uhuküken von Hand großgezogen werden, um es später bei der Greifvogelvorführung vorstellen zu können. So nahm ich das Küken mit nach Hause und zog es auf. Meine Frau war unheimlich begeistert. Elf Welpen im Zwinger und auf der Hundehütte ein großer Bastkorb, ausgelegt mit Teppichboden, mit einem 4 Tage alten Uhuküken darin, welches mehr Dreck machte, als alle Hunde zusammen. An der Decke hing eine Rotlichtlampe, welche die Nestwärme ersetzen sollte. Uhus mögen ihr Nest als flache, blanke Mulde.
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Eigentlich war dieser Vogel zu diesem Zeitpunkt einfach unansehnlich. Man sah ihn an und - sah nur riesige Augen, Schnabel und wahnsinnig große Krallen im Gegensatz zu seinem kleinen Rumpf, der hier und da ein paar Dunen hatte. Trotzdem hatte er das gewisse Etwas. Greifvögel werden vom ersten Tag an mit Fleisch gefüttert. So fing ich an, den kleinen Uhu 5 mal am Tag mit kleinen Fleischfetzen von Mäusen oder Eintagsküken zu füttern. Ab der zweiten Woche bekam er größere Brocken gefüttert, einschließlich Haut, Haaren und kleinen Knochen. Diese unverdaulichen Stoffe werden bzw. müssen wieder ausgewürgt werden. Dies nennt man “Gewölle-. Dieser tägliche Vorgang tut der Verdauung gut und damit der Gesundheit und dem Wohlbefinden. Erst wenn ich das Gewölle in seinem Nest gefunden habe, bekam er die nächste Nahrung.
Man konnte dem Uhu zuschauen, wie er wuchs. Das Dunenkleid wurde durch lockeres, gelbbräunliches duniges Jugendkleid mit matten schwarzbraunen Querbändern ersetzt.
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Der Uhu ist ein Nesthocker. Zu den Nesthockern zählende Jungvögel verlassen das Nest oft schon Tage oder gar Wochen bevor sie richtig fliegen können. Also galt es für mich, den Uhu mindestens einmal am Tag im Garten flattern, klettern und laufen zu lassen. So wurden auch seine Muskeln trainiert und aufgebaut. Nach ca. 15 Wochen erfolgreicher Aufzucht brachte ich den Uhu zurück in den Wildwald. Im Wechsel mit noch zwei Kollegen wird seine Kondition immer weiter verbessert. Heute fliegt er schon kleinere Strecken. Es ist toll zuzusehen, wie aus einem häßlichen Entlein - ein imposanter Uhu geworden ist. Der Uhu wird im Mai 5 Jahre alt und man könnte jetzt schon ein kleines Buch über diese interessante Eule schreiben.
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